Ein kleines "Grandhotel" und seine Geschichte

Außenansicht Residenz - Herrenhaus aus dem 18. JahrhundertIn der Bülow Residenz ist Geschichte spürbar: Das Hotel entstand in einem der repräsentativen und ältesten Herrenhäuser Sachsens rund um die Königsstraße, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Es war die Zeit des legendären „August des Starken“ (1670–1733).
Die Außenfassade leuchtet in hellem Gelb und wirkt durch das Gleichgewicht der 25 Fenster, neun davon über dem Eingangsportal sind besonders herausgestellt und barock verziert, besonders eindrucksvoll.
1730 errichtete der anerkannte Ratsbaumeister Johann Gottfried Fehre in der „neuen Königsstadt“ dieses Herrenhaus als repräsentatives Wohnhaus in der Nähe seiner Baustellen: unweit der Augustusbrücke – damals einer der bedeutendsten Brückenbauten Europas – sowie der Dreikönigskirche. 1738, nach dem Tod des Architekten George Bähr, vollendete Fehre auch die Frauenkirche.
Die Rähnitzgasse gehört zu den ältesten erhaltenen Straßenzügen im Barockviertel. Das kleine Grandhotel liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Königstraße dem Relais & Châteaux Hotel Bülow Palais und der Dreikönigskirche.
Die barocke Kirche krönt ein prachtvoller 88 m hoher Turm - das „Wahrzeichen“ ist weithin sichtbar. Auf dem lauschigen Kirchenvorplatz an der Westseite plätschert seit 1858 der Rebeccabrunnen.
In diesem barocken Ensemble mit prunkvollen Fassaden, romantischen Gassen und den aus alter Zeit stammenden Pflastersteinen befinden sich heute begrünte Innenhöfe, kleine Geschäfte und Manufakturen, Galerien und Künstlerwerkstätten sowie Antiquitätengeschäfte, Restaurants und Boutiquen.
Mit der umfassenden Restaurierung des schwer beschädigten Hauses Anfang der 1990er Jahre durch die Stuttgarter Unternehmerfamilie Bülow (Bülow AG) erstrahlt nunmehr das zwischenzeitlich marode Herrenhaus wieder mit dem Flair eines florentinischen Palazzo.

Am 21. September 2008 feierte die „Bülow Residenz“ ihr 15jähriges Hotelbestehen. 1730 als repräsentatives bürgerliches Wohnhaus errichtet, waren Anfang der 1990er Jahre die Spuren der Jahrhunderte deutlich sichtbar. Das heutige Hotel befand sich in einem ruinösen Zustand. Das Stuttgarter Unternehmerehepaar Monika und Horst Bülow war zu dieser Zeit in Dresden auf der Suche nach einer Dependance für ihr Unternehmen, als sie sich in das schwer beschädigte Herrenhaus in der Rähnitzgasse verliebten. Die Umstände wollten es, dass später kein Unternehmenssitz, sondern ein Hotel daraus wurde. Mit der umfassenden Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudes wurden ca. neun Millionen Euro investiert.
Gäste können heute ein Hotel erleben, das von der spürbaren Liebe zum Detail geprägt ist und die Handschrift der Eigentümerfamilie unübersehbar trägt.
Alle Räume sind mit zahlreichen Antiquitäten, Bildern, Dresdner und Meissner Porzellanen sowie hochwertigen Stoffen ausgestattet. Auch für diese Details haben die Eigentümer gesorgt.
Monika und Horst Bülow sind engagierte Hoteleigentümer, die regelmäßig vor Ort sind. Die Leitung dieses Hauses liegt seit der Eröffnung vor 15 Jahren in den Händen des Hoteldirektors Ralf J. Kutzner.